Jonathan Darlington, Conductor
05.
Juni 2010
“Butterfly” – Pressestimmen

Die Presse feierte die Premiere der “Madama Butterfly” am vergangenen Wochende als  eine selten gelungene Symbiose von Musik, Gesang, Design und Regie. Kann Oper gelichzeitig “hoch tragisch” sein und ein Gefühl von “Zen” vermitteln?

David Gordon Duke schreibt in der  Vancouver Sun (30. Mai, 2010)

Das ist  ”Designer-Oper” imbesten Sinne des oft falsch verwendeten Wortes: ein fantasievoller, ergreifender Musiktheaterabend , der eine allzu bekannte Geschichte in eine frische, bewegende Tragödie verwandelte. [...]

Durch unerwartete visuelle Signale gewann Puccinis bekannte Musik neue Dringlichkeit. Butterfly kann oft etwas zuckergussartig klingen, da Puccinis üppige Orchestrierung und hochfliegenden Melodien wenig mehr als üppige Unterhaltung zu bieten hat. Doch der Dirigent Jonathan Darlington unterzieht die Partitur einer direkten und emotionalen Lesart, bei der die eingängigen Melodien immer noch wunderbar erhebend sind, aber zugleich ein schneidend hartnäckiger Verismo die Dramatik hervorhebt.  Darlington erlaubt den Blechbläsern mutigerweise so zu knurren und dem Schlagzeug so brutal zu schlagen, wie der Komponist es ursprünglich vorsah; das VO Orchester folgte an jeder Geste des Dirigenten.

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Elissa Poole, The Globe and Mail (30. Mai, 2010)

Ich dachte, dass Nixon in China der unbestrittene Höhepunkt der Saision für die Vancouver Opera sein würde. Nun, Madama Butterfly rangiert ebenso weit oben.

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Janet Smith, Georgia Straight, (30. Mai, 2010)

Wer denkt, dass er in Sachen Giacomo Puccini’s Madama Butterfly bereits alles gesehen hat, was zu sehen ist, sollte aufhorchen: Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie jemals etwas wie das hier zuvor gesehen und gehört haben – oder jemals wieder werden.  [...]

Trotz der großen Tragik wirkte der gesamte Abend sehr ausgewogen. Kann italienische Oper sich an so etwas wie Zen annähern? [...]

Der Schlüssel zu dieser Madama Butterfly ist, dass Musik und Design eins werden, und nirgends ist das offensichtlicher als beim vernichtenden Finale, nach dieser fast lächerlich berühmten Arie, in der sich eine Mutter von ihrem Kind verabschiedet. … die starke, künstlerische Vision  - eine eindrucksvolle Abstraktion von Nation und Blut – sowie Kinoshitas beherrscht kraftvolle Interpretation  dieses Finales wird Sie zerstören. Ich habe Sie gewarnt.

Posted by JKL, June 5, 2010

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